Wissenswertes über die Adipositas-Chirurgie

Posted by Celebrate 02.10.2017 0 Comment(s)

Wissenswertes über die Adipositas-Chirurgie

 

Unter Adipositaschirurgie (oder auch bariatrische Chirurgie) versteht man chirurgische Maßnahmen, die Patienten mit krankhaftem Übergewicht (BMI > 40) bei der langfristigen Gewichtsreduktion unterstützen. Es gibt zahlreiche Operationsverfahren, die allesamt das Ziel einer begrenzten Nahrungszufuhr verfolgen.  Darüber hinaus führen die meisten von ihnen auch zu einer eingeschränkten Aufnahme von Nahrungsinhaltsstoffen durch den Körper (Malabsorption). Im folgenden Abschnitt gehen wir auf die am häufigsten praktizierten Verfahren genauer ein. Auch wichtige Kriterien wie Nebenwirkungen und Kosten für den Patienten werden aufgeführt.Unter Adipositaschirurgie (oder auch bariatrische Chirurgie) versteht man chirurgische Maßnahmen, die Patienten mit krankhaftem Übergewicht (BMI > 40) bei der langfristigen Gewichtsreduktion unterstützen. Es gibt zahlreiche Operationsverfahren, die allesamt das Ziel einer begrenzten Nahrungszufuhr verfolgen.  Darüber hinaus führen die meisten von ihnen auch zu einer eingeschränkten Aufnahme von Nahrungsinhaltsstoffen durch den Körper (Malabsorption). Im folgenden Abschnitt gehen wir auf die am häufigsten praktizierten Verfahren genauer ein. Auch wichtige Kriterien wie Nebenwirkungen und Kosten für den Patienten werden aufgeführt.

 

 

Magenbypass

magen bypass vor und nachDer Magenbypass ist die in den letzten Jahren am häufigsten angewandte Methode zur Verringerung von Übergewicht bei Adipositas-Patienten. Während der Operation wird der Magen verkleinert, indem am Mageneingang ein kleiner Teil des Magens vom Restmagen abgetrennt wird. An diesen sogenannten „Vormagen“ wird eine hochgezogene Dünndarmschlinge angeschlossen. 

Dazu wird der Dünndarm durchtrennt. Das eine Ende des Darmes wird wie beschrieben an den Vormagen angeschlossen und das andere so umgeleitet, dass die Nahrung und Verdauungssäfte erst im mittleren Dünndarm vermengt werden und der obere, direkt an den Magen anschließende Dünndarm umgangen („engl. Bypass") wird. Der Restmagen bleibt intakt, es gelangt allerdings keine Nahrung mehr in diesen Teil.

 

Die Verdauungssäfte werden in die tieferen Darmabschnitte eingeleitet und somit kann erst hier die Verdauung durch die Aufspaltung der Nahrungsbestandteile beginnen.

Der verkleinerte Magen hat ungefähr die Größe einer Zitrone oder Kiwi. Er kann somit viel weniger Nahrung aufnehmen. Menschen mit einem Magenbypass nehmen somit weniger (kleinere Portionen) Nahrung zu sich.

 

Die Verbindung von Magen und Darm ist auch verändert. Normalerweise sorgt der Magenpförtner (Pylorus) dafür, dass Nahrung nicht direkt in den Darm gelangt und somit in der Regel 2-3 Stunden im Magen verbleibt. Durch die veränderten Verbindungen gelangt die Nahrung nach einer Magenbypass-OP direkt in den Darm.

  • Nach einer Magenumleitung ist der Verzicht auf größere Mengen Zucker und Fett von großer Bedeutung, da es ansonsten zu unangenehmen Beschwerden (Dumping-Syndrom) kommen kann.
  • Da der Körper nach dem Eingriff weniger Nährstoffe aus der geringeren Nahrungsmenge aufnehmen kann, muss mit Multivitaminpräparaten und Nahrungsergänzungsmitteln einem Nährstoffmangel vorgebeugt werden.
  • Die OP wird mit der sogenannten „Schlüsselloch-Methode“ durchgeführt. Dabei sind lediglich 5 kleine Hautschnitte im Bereich des Oberbauches nötig, über die eine kleine Kamera in den Bauchraum eingeführt werden kann. Der Eingriff dauert in der Regel 60 Minuten.
  • Der operative Eingriff erfolgt unter Vollnarkose.
  • Eine Magenbypass-Operation erfordert immer eine Überweisung durch den behandelnden Hausarzt.  Weiterhin muss auch eine medizinische Beurteilung durch Experten, wie zum Beispiel Ernährungsfachkräfte oder Psychiater, erfolgen.
  • Die Kosten werden in der Regel teilweise oder auch ganz von der Krankenkasse übernommen.
  • Die Kosten für den Eingriff liegen zwischen 8000 und 10.000 Euro. Dazu kommen Kosten für die Nachsorge und die Intake-Kosten im Vorfeld der Behandlung. Die Höhe dieser Kosten hängt von der Wahl der Klinik oder des Krankenhauses ab.
  • Meistens erfordert die OP einen Krankenhausaufenthalt von 3 Tagen oder länger (Schmerzbehandlung, Drainage, Ausschließen von post-operativen Komplikationen). Auch ist das Tragen eines Korsetts während der nachfolgenden 2-3 Wochen notwendig, um Schwellungen zu vermeiden. Bis zur vollständigen Genesung dauert es ungefähr 6 Wochen, in denen man hinsichtlich der Ernährung auf leicht verdauliche, oftmals auch flüssige Nahrung angewiesen ist.

 

Gastric Sleeve

gastric sleeve magenverkleinerungBzw. eine Magenverkleinerung. Bei diesem Eingriff wir dein Teil des Magens entfernt, 70 bis 80%. Ziel dieser Operation ist, einen Schlauchmagen zu kreieren. Mit einem kleineren Magen fühlt man sich schneller gesättigt und man kann nur kleine Portionen essen, das führt zu Gewichtsverlust. Bei einer Magenverkleinerung bleibt der Schließmuskel intakt und der Darm wird nicht umgeleitet. Dadurch besteht ein geringeres Risiko des „Dumping-Syndroms“. Wenn man einen Großteil des Magens entfernt, treten Veränderungen im Hormonhaushalt auf. Das appetitanregende Hormon Ghrelin ist (vor allem anfangs) in kleineren Konzentrationen vorhanden.

  • Wie auch bei der Umleitung soll man nach dem Eingriff täglich Vitamine zu sich nehmen. 
  • Bei Menschen mit einem sehr hohen BMI (über 50) wird häufig zunächst eine Magenverkleinerung durchgeführt. Wenn man danach auf einem bestimmten Gewicht hängenbleibt, wird manchmal ein weiterer Eingriff eingeplant, und zwar eine Umleitung (Duodenal Switch).
  • Der Vorteil eines Schlauchmagens besteht darin, dass die Magenklappe erhalten wird. Ein Nachteil kann jedoch sein, dass nur ein unzureichender Gewichtsverlust erreicht wird.
  • Eine Magenverkleinerung dauert circa 40 Minuten, ebenso wie bei der Umleitung handelt es sich um eine Schlüssellochoperation mit 5 kleinen Einschnitten, die unter Vollnarkose durchgeführt wird.
  • Die Preise für eine Magenverkleinerung liegen zwischen 8000 und 10.000 Euro. In vielen Fällen zahlt die Krankenversicherung eine Magenverkleinerung. 
  • Ebenso wie bei einer Magenumleitung bleibt man noch 3 Tage oder länger im Krankenhaus und trägt man ein Korsett. Die Genesung dauert circa 6 Wochen, in denen man viel leicht verdauliche (flüssige) Nahrung zu sich nehmen muss. 

 

Magenband oder Magenballon

magenband magenballonEin Magenballon wird heutzutage nur noch selten eingesetzt. Die Erfahrungen mit diesem Eingriff zeigen, dass viele Patienten nach dem Entfernen des Ballons wieder zunehmen. Auch das Magenband ist aufgrund der vielen Komplikationen nicht mehr so beliebt.

Ein Magenband oder -Ballon sorgt dafür, dass der Patient schneller das Gefühl hat, gesättigt zu sein. Wenn ein Magenband eingesetzt wird, so wird der obere Teil des Magens sozusagen abgeklemmt, sodass die Nahrung nicht sofort in den Magenboden gelangen kann. Ein Magenballon ist ein Silikonball, der über den Eingang der Speiseröhre im Magen angebracht wird. Dadurch hat man das Gefühl, gesättigt zu sein und beschränkt dadurch die Nahrungseinnahme. 

  • Ein Magenballon ist eine vorübergehende Maßnahme, er wird nach 6 Monaten entfernt. Der Eingriff dauert 30 Minuten unter örtlicher Betäubung. Die Genesungsphase minimal. Man kann 3 bis 5 Tage Übelkeit und Brechreiz verspüren. 
  • Ein Magenballon ist preiswerter (ca. 3000 Euro) und die Anforderungen sind weniger streng. Ein Magenballon wird jedoch nicht immer von der Krankenversicherung gezahlt.
  • Das Anlegen eines Magenbandes erfolgt unter Vollnarkose und nimmt eine halbe bis eine Stunde in Anspruch. 
  • Die Kosten eins Magenbandes betragen etwa 6000 Euro. In vielen Fällen zahlt die Krankenversicherung ein Magenband. 
  • Die Genesungsphase nach dem Anlegen eines Magenbandes beträgt 3 bis 4 Wochen. Nach der Operation wird den Patienten empfohlen, in der ersten Zeit Flüssignahrung zu sich zu nehmen. 
  • Ein Magenband wird während einer Schlüssellochoperation mit meistens nur vier Einschnitten angelegt.  

 

Wichtige Punkte

Nach einem bariatrischen Eingriff kann Laktoseintoleranz auftreten. Der Darm kann keine Laktose mehr verarbeiten und das führt zu Darmbeschwerden und Durchfall. Außerdem fällt es bariatrischen Patienten auch schwer, nach ihrem Eingriff ausreichende Mengen Ballaststoffe und Feuchtigkeit zu sich zu nehmen. Abgesehen vom Essen in kleinen Portionen muss man auch das Trinken portionieren. Auch vom Trinken während des Essens wird abgeraten. Die meisten Menschen trinken zu wenig, aber für bariatrische Patienten gilt dies ganz besonders.

 

Es kann auch Übelkeit und/oder eine Aversion gegenüber bestimmten Lebensmittel vorkommen. Dabei ist es wichtig, alles gut im Auge zu behalten und gegebenenfalls zu ergänzen. Vitaminmängel entsteht ebenfalls regelmäßig, insbesondere der B-Vitamine, Eisen, Vitamin B12 und Vitamin D. Aufgrund des schnellen Abnehmens können außerdem Müdigkeit und Haarausfall auftreten.

 

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