Frustessen

Posted by Celebrate 31.10.2017 0 Comment(s)

Frustessen

Viele bariatrische Patienten leiden an emotionalen Essanfällen, ein Phänomen, das auch als „mindless eating“ bezeichnet wird. Man kann sich alle möglichen Bezeichnungen dafür ausdenken, aber im Endeffekt geht es darum, dass man isst, wenn man körperlich gar keinen Hunger verspürt. Häufig ist das Frustessen einer der Gründe, dass jemand so stark zugenommen hat und sich einem bariatrischen Eingriff unterzieht.

 

Nach einem bariatrischen Eingriff verändert sich jedoch nur körperlich etwas, in psychologischer Hinsicht hat man gerade erst begonnen. Man möchte natürlich erreichen, dass man sich auch auf lange Frist besser beherrschen kann und keinen Rückfall erleidet. In diesem Blog-Post erfahren Sie mehr über das Frustessen und wie man damit umgeht.

 

frustessenAusreden

Frustesser denken sich Ausreden für ihr Essverhalten aus. Um ungesunde Essgewohnheiten für sich selber zu rechtfertigen gehen einem unterschiedliche Gedanken im Kopf herum. Vielleicht erkennen Sie ja eine der nachstehenden Ausreden.

  • „Ich möchte einfach nur diesen Schokoladenriegel aufessen, weil ich es verdiene, ich bin etwas deprimiert, morgen esse ich wieder gesund.“
  • „Ich kann zwar abnehmen, aber was für einen Sinn hat das? Dann bin ich immer noch nicht glücklich.“
  • „Ich habe gestern auch schon ungesund gegessen, jetzt macht es also auch nichts mehr aus.“
  • „Ich habe versucht, gesünder zu essen und das hat nicht geklappt.“

Erkennen Sie diese Ausreden? In dem Fall ist die Chance groß, dass Sie auch ein Frustesser sind. Das Problem ist, dass es sich dabei um einen selbstzerstörerischen Umgang mit den eigenen Emotionen handelt. Statt seine Probleme zu lösen indem man darüber spricht, greift man zu ungesunden Snacks.

 

Frustessen ist ein anders Bedürfnis als Appetit haben

Wenn man aus emotionalen Gründen isst, so isst man nicht unbedingt, um seinen Körper zu nähren, sondern um ein anderes Bedürfnis zu befriedigen. Das Problem dabei ist, dass es sich auf lange Sicht um einen selbstzerstörerischen Umgang mit den eigenen Emotionen handelt. Außer depressiven Gefühlen gibt es auch andere Ursachen für das Frustessen:

  • Belohnung
  • Angst
  • Ein hoffnungsloses Gefühl
  • Langeweile
  • Sich nicht geschätzt fühlen

Erkennen Sie sich jetzt bereits in dem, was Sie gelesen haben? Essen Sie regelmäßig, ohne es eigentlich zu merken? Fühlen Sie sich häufig schuldig, wenn Sie zu viel gegessen haben? Greifen Sie zu Snacks, wenn Sie etwas Unangenehmes erlebt haben? Können Sie diese Fragen mit „ja“ beantworten? In dem Fall essen Sie wahrscheinlich regelmäßig aus emotionalen Motiven. Keine Sorge, wir kennen das Gefühl und werden Ihnen helfen!

 

Wie erkennt man emotionalen Appetit?

Der erste Schritt ist, anzuerkennen, dass man ein Frustesser ist. Sagen Sie ruhig mehrmals laut „Ich bin ein Frustesser!“. Nach der Anerkennung dieses Problems ist der nächste Schritt das Erkennen des Problems. Wo, wann und was essen Sie, wenn Sie emotionalen Appetit haben. Aber was noch wichtiger ist: Wie weiß man, ob es sich um echten Hunger oder einen emotionalen Essanfall handelt? Nachstehend eine kleine Liste, anhand derer man emotionalen Appetit erkennen kann:

  • Spezifischer Appetit. Man möchte am liebsten Käse oder z.B. Schokolade essen.
  • Direkt, plötzlich und dringend. Man verspürt eine Art gejagtes Gefühl, dass man schnell etwas essen muss und dafür sogar aus dem Haus gehen möchte.
  • Es ist etwas geschehen. Man erlebt etwas und möchte daraufhin etwas essen.
  • Man isst unbewusst und hört nicht auf, wenn man gesättigt ist. Man isst, merkt aber nicht, dass die Tüte bereits fast leer ist.
  • Man verspürt den Hunger nicht im Bauch. Man hat das Bedürfnis nach einem spezifischen Geschmack im Mund.
  • Man fühlt sich wertlos. Man bedauert, dass man gerade so viel gegessen hat.

 

Celebrate Vitamins US hat eine Methode entwickelt, mit der man sich einen Einblick über sein Frustessen verschafft und darüber, wie man dem Überessen entgegenwirken kann (Link).

 

Mit dem Frustessen aufhören in 5 Schritten

  1. Identifizieren Sie den Grund, der Sie zum Frustessen veranlasst. Essen Sie, weil Sie sich langweilen, oder weil Sie traurig sind? Versuchen Sie dieses Problem im Kern zu lösen.
  2. Lernen Sie, emotionale Hungersignale zu erkennen. Bekommen Sie ganz speziell Appetit auf Schokolade? Lassen Sie sich nicht durch Ihre Emotionen narren. Und nehmen Sie sich selber nicht zu ernst. Was Sie denken, entspricht nicht immer der Realität.
  3. Gibt es bestimmte Snacks, die Sie gerne essen, wenn Sie emotionalen Appetit haben? Kaufen Sie diese Snacks nicht mehr. Sorgen Sie dafür, gesunde Produkte im Haus zu haben, die den Appetit auf etwas Süßes oder herzhaftes auch befriedigen können. Haben Sie doch ungesunde Snacks im Haus? Bewahren Sie diese an einer Stelle auf, wobei Sie auf dem Weg dorthin an die Frage erinnert werden, ob Sie wirklich Hunger haben. Notfalls hängen Sie ein Foto von sich selbst auf die Keksdose.
  4. Lassen Sie keine Mahlzeiten aus, damit beugen Sie dem Überessen vor. Nehmen Sie nicht zu schnell eine zweite Portion, warten Sie einen Augenblick ab, ob Sie wohl wirklich noch Appetit haben.
  5. Suchen Sie nach Alternativen. Nehmen Sie statt der Chips-Tüte ein gutes Buch, lackieren Sie Ihre Nägel, spielen Sie mit der Katze oder verwöhnen Sie sich mit einer warmen Wanne.
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